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Bali 2002Nachdem wir ja bereits in Sri Lanka waren, hatte uns Bali schon länger gereizt. Kurzentschlossen flogen wir daher vom 06. bis zum 20. September nach Bali, Pauschalreise mit Halbpension, Strandhotel mit vier Sternen...(Resort Seminyak in Seminyak - wurde wohl 2008 abgerissen, inzwischen entsteht dort ein Luxushotel) Gleich bei der Ankunft schon das erste Manko: die Zimmer sind erst am nächsten Tag frei, für eine Nacht werden wir in einer Suite untergebracht. Ist zwar sehr nett, aber wir können nicht auspacken. ![]() Auf die organisierten Ausflüge haben wir nicht so wirklich Lust, nachdem wir von anderen Gästen mitbekommen haben, dass man von einer Verkaufsstelle zur nächsten gefahren wird. Gemeinsam mit einem anderen Paar buchen wir uns einen Wagen mit Fahrer und steuern gezielt einzelne Sehenswürdigkeiten an. Aber insgesamt ist auch dieser Tag eher eine Enttäuschung. Sri Lanka ist nun wirklich nicht extrem sauber oder reich, aber Bali überbietet alles was Schmutz und Baufälligkeit betrifft. Viele der Sehenswürdigkeiten, von denen man Bilder kennt, stellen sich als äußerst geschickt fotografiert dar. Man muß den richtigen Standpunkt finden, dann sieht alles wunderschön und romantisch aus - aber wehe man weicht auch nur einen Zentimeter nach links oder rechts ab. Dann offenbaren sich Schmutz und Baugerüste, halbverfallene Gebäude und überall Tonnen von Müll. ![]() Zuletzt fahren wir noch nach Tanah Lot. Darauf habe ich mich ganz besonders gefreut, denn dieser Punkt ist wirklich einer der bekanntesten auf Bali. Und auch hier erleben wir wieder eine Enttäuschung. Die Hälfte des Tempels ist eingerüstet, der Strand vollkommen verdreckt und voller Baumaterial. Vom üppigen Grün, das auf den vielen Fotos zu sehen war, ist kaum etwas übrig und so kehren wir ziemlich ernüchtert ins Hotel zurück. Das Schönste an dieser Tagestour waren somit nicht die "berühmten" Sehenswürdigkeiten Balis, sondern eher die Augenblicke dazwischen. Die endlosen Reisterassen, die teilweise sehr schroffe Landschaft. Das Treiben auf den Straßen. Die verfallenen Tempel direkt neben Supermärkten. Ein Wasserfall direkt neben der Straße. Die abenteuerlichen Fahrzeuge wie Ochsenkarren neben Mopeds und Bussen.
Auch wenn das Essen im Hotel gut ist, so locken doch die unzähligen Angebote in Kuta. Gleich am ersten Abend entdecken wir auf der Hauptstraße gegenüber einer Disco ein Sushi-Restaurant. Wir sind richtige Sushi-Fans und die Preise sind einfach ein Traum! Also bestellen wir einmal die Karte rauf und runter und werden nicht enttäuscht. Im gleichen Lokal haben wir dann auch unseren Abschiedsabend gefeiert... und mussten nur wenig später in den Nachrichten erfahren, dass genau dort gegenüber der Bombenanschlag stattfand! Fazit: Es war ein netter Badeurlaub. Aber das große Sehnen, das Gefühl "Hier muß ich noch mal hin!", hat sich bei keinem von uns eingestellt. Wir haben Bali dann 2005 aber noch mal einen ungewollten Kurzbesuch abgestattet, als unser Flugzeug auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Adelaide wegen eines medizinischen Notfalls zwischenlanden musste - Lust zum Aussteigen hatten wir dabei aber nie... ![]() |